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Natur, Kultur und Kameradschaft Drucken E-Mail

JN BodenseeManche glauben, um etwas zu erleben müsse man vorher eine halbe Weltreise unternehmen. Wir haben das Glück, an einem Fleck des Reiches zu leben, der die Touristen Jahr für Jahr magisch anzieht. Leider weiß man diese Schätze, die man vor der Tür hat, nur zu selten zu schätzen, weil sie eher für alltäglich gesehen werden.

Für den Sonntag, den 6. Dezember, organisierte ein Aktivist daher einen Kameradschaftsausflug, um uns vom Gegenteil zu überzeugen. Voll gepackt mit reichlicher Verpflegung zog man am frühen Morgen los, um am anderen Ende des Schwäbischen Meeres eine Wanderung zu unternehmen. Unser Ziel war die Marienschlucht. Ein Stück Landschaft, das in jeder Bodensee-Touristen-Broschüre zu finden, und für die meisten Einheimischen auch bekannt ist.

JN BodenseeDie Mariaschlucht (im Volksmund Marienschlucht genannt) ist seit 1897 begehbar. Nach Renovierungsarbeiten in den letzten Jahren kann man heute wieder die atemberaubende Aussicht genießen. Am Eingang der Schlucht ist eine Informationstafel aufgestellt, in der historische und aktuelle Fakten zum beliebten Ausflugsziel aufgelistet sind. Und auch hier versucht man die Gäste zu täuschen. So wird dort berichtet, dass die letzten Renovierungsarbeiten deshalb gewesen seien, da die Laune der Natur durch schwere Stürme die Schlucht unbegehbar gemacht habe. Jeder Bürger von Bodman-Ludwigshafen und auch Jeder, der nicht mit geschlossenen Augen und tauben Ohren durch die Gegend irrt weiß aber, dass der Grund ganz woanders zu suchen ist. Die Natur war nicht die zerstörende Hand. Es war, wie so oft, der Mensch, der unsichtig in die Natur eingreifen wollte. Am oberen Ende der Schlucht befindet sich ein Golfplatz. Die Golfliebhaber wollten nicht nur ins Loch treffen, dabei wollten sie auch noch die schöne Aussicht genießen. Also beschloss man, einige Bäume zu entfernen, was schlussendlich zu einem Erdrutsch führte...

Auf dem 20 Kilometer langen Wanderweg kamen wir an zwei schönen Ruinen vorbei. Die erste Ruine (Ruine Kargegg) lud zu einer Frühstückspause ein. Gemeinsam speiste man und genoss dabei die wundervolle Aussicht auf den Bodensee, der noch von einer leichten Nebelschicht bedeckt war. Über die Ruine weiß man anscheinend heute nicht all zu viel. Weder an der Ruine selbst, noch im Internet waren aufschlussreiche Informationen zu finden. Was wir wissen ist, dass die Burg ca. um 1200 von Heinrich von Möggingen gebaut wurde. Heinrich verpfändete die Burg seinem Bruder, der sie wiederum seiner Frau überließ. Dennoch wurde die Burg hauptsächlich von Heinrich von Möggingen bewohnt. Viel ist von der Ruine auch nicht mehr erhalten. Nach Heinrichs von Möggingen Tod wurde die Burg an den Konstanzer Jakob Schwarz verkauft und um 1525 von aufständischen Bauern niedergebrannt. Seitdem sind die übrigen Reste dem Verfall preisgegeben.

JN BodenseeNach einer kurzen Pause ging es schließlich weiter. Unser nächstes Ziel war ein kleines Restaurant. Nach dreistündigem Marsch kamen die inzwischen wieder hungrigen Mägen zu ihrer lang ersehnten warmen Mahlzeit. Auf dem Weg dorthin stimmte man einige Lieder an, und zielstrebig folgte man der Fahne der JN Bodensee, die uns auf dem gesamten Ausflug voranflatterte. Zwischenzeitlich stärkte man das interne Kameradschaftsgefühl, indem man Spiele durchführte, die einem klarmachten, wie wichtig es ist, sich auf seine Kameraden hundertprozentig verlassen zu können. Mit verbundenen Augen wurde man nur mittels Kommandos durch unbekanntes Gebiet geführt. Davor hörten die Teilnehmer noch einen Redebeitrag, in dem Jedem noch einmal klar gemacht wurde, worin der Unterschied zwischen einer Gesellschaft und einer Gemeinschaft besteht, und warum Kameradschaft für jeden Nationalisten unabdingbar ist. Und Jedem wurde einmal mehr verdeutlicht, dass wir unser höchstes Ziel, die Volksgemeinschaft, nur dann erreichen werden, wenn wir in der kleinen Gruppe als Vorbild vorangehen. Sei es in der Familie, die den kleinsten Kern der Gemeinschaft bildet, in der Kameradschaft und im Freundeskreis, oder unter Arbeitskollegen.

JN BodenseeBeim Abstieg der Schlucht kamen wir an der zweiten Ruine vorbei. Die Ruine trägt den Namen „Alt-Bodman" und schien auf den ersten Blick größer, und besser erhalten zu sein, als die erste Ruine. So war es auch. Einige Aktivisten eroberten die Burg und ließen die JN-Fahne von oben aus flattern. Die Ruine liegt 270 Meter über den Bodenseespiegel. Im Gegensatz zu den Resten der Burg Kargegg kann man diese auch vom anderen Ufer gut sehen. Die Geschichte der Festung lässt sich einigermaßen lückenlos zurückverfolgen. Erbaut sie im Jahr 1170 als Sitz der Herren von Bodman. Den ersten Schicksalsschlag erlitt die Feste, als sie von einem Blitz getroffen wurde, und dabei die meisten Mitglieder des Hegauer Adels ums Leben kamen. Nur der jüngste Namensträger der Adelsgeschlechts Bodman, Johannes, überlebte. Der damals ein Jahr alte Junge wurde in einem Kessel aus der brennenden Burg geworfen und blieb unversehrt. Johannes von Bodman war es dann auch, der die Burg später wieder erbauen ließ.

Während des Schweizerkrieges 1499 wurde die Festung weiter ausgebaut, um sie vor Angriffen zu schützen. 1643 allerdings konnte die Burg den französischen Attacken während des Dreißigjährigen Krieges nicht standhalten. Auch spätere Wiederaufbauversuche sind gescheitert, und nun sind die Überreste seit 2003 für Gäste zu besichtigen.

Am Enden unserer Marschstrecke angekommen sang man noch gemeinschaftlich ein letztes Lied, bis man schlussendlich wieder in die Autos stieg.

Doch der Tag sollte noch nicht zu Ende sein. Nachdem die Wanderung doch so einige Kräfte gekostet hatte, ließ man gemeinsam in der Überlinger Therme den gelungenen Tag ausklingen.

 
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