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JN-Nikoläuse verteilen wieder Geschenke Drucken E-Mail

Nun schon zum dritten Mal jährte sich die wohl erfolgreichste Aktionsform der JN Bodensee. Am frühen Nachmittag des kältesten Tages in diesem Jahr ging es los. Mehrere junge Aktivisten trafen sich, um den geschäftigen Menschen in den Weihnachtsmarktgassen kleine Geschenke in Form von Keksen und Flugblättern zu überreichen. Um es der Polizei, die dieses Jahr am Friedrichshafener Weihnachtsmarkt ganztägig präsent war, nicht zu leicht zu machen, entschied man sich kurzerhand dazu, in diesem Jahr den Weihnachtsmarkt in Überlingen zu besuchen.

Dieser Umstand tat der Fortführung der Erfolgsgeschichte aber keinerlei Abbruch. Zwei Nikoläuse verteilten 250 Kekse und Flugblätter an erfreute und zugleich überraschte Menschen, die die kleinen Präsente gerne annahmen. Besonders erfreut waren auch die Kinder, die vom Nikolaus kleine Süßigkeiten und Bonbons erhielten, natürlich nur wenn sie brav waren. Innerhalb von nur einer Stunde waren alle Päckchen verteilt, und die JN-Nikoläuse hatten glückliche Kinder und nachdenklich das Flugblatt studierende Erwachsene zurückgelassen. Die Hoffnung bleibt, dass dadurch doch der eine oder die andere sich tatsächlich auf die tiefere Bedeutung des Weihnachtsfestes besinnt...

Mit dem Flugblatt will die JN den Menschen dieses Landes klar machen, dass nur ein Aufwachen aus der politischen Lethargie, die unser Volk erfasst hat, uns aus den Fesseln dieses unmenschlichen Systems befreien kann. Die eigentlich so besinnliche Weihnachtszeit wird gerade in diesem Jahr getrübt durch die Wirtschaftskrise und den weiter voranschreitenden Stellenabbau in Industrie und Wirtschaft. Die steigende Arbeitslosigkeit, Armut und die Angst vor gesellschaftlichem Abstieg waren selten so groß.

Die Politiker unseres Landes lassen sich Zeit, ernste Lösungsansätze für den voranschreitenden Sozialabbau, den demographischen Wandel oder die immense Staatsverschuldung heranzubringen - sie haben nämlich keine. Politik unterliegt heute vielmehr der Optimierung von Wirtschaftsinteressen, bei denen menschliche Grundbedürfnisse gegenüber den Interessen der Profitmaximierung hintenan stehen müssen.

Es ist an der Zeit zu handeln. Wir stehen in der Verantwortung, uns gegenüber und gegenüber unseren Kindern. Wir dürfen nicht länger nur mit ansehen, wie das Erbe unserer Ahnen von Profitgeiern und Wirtschaftsbossen zerstört wird. Wie schlecht soll es den Menschen allerorts noch gehen, bis wir begreifen, dass sich die Welt nur durch das bloße Erkennen der Mißstände nicht bessern wird?

Wir wünschen allen Familien, Freunden und Interessierten trotz aller Probleme, die in diesen Zeiten das Land erschüttern, ein frohes und harmonisches Weihnachtsfest und einen erfolgreichen Start ins neue Jahr 2010.

 
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